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  • Dajana Richter

Cortisol - ein lebenswichtiges Hormon

Aktualisiert: Apr 16

Was ist Cortisol?


Cortisol ist allgemein als Stresshormon bekannt. Es wird in den Nebennieren gebildet, wo es in Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet wird. Für den Menschen ist Cortisol lebensnotwendig, da es eine Vielzahl von Vorgängen im menschlichen Körper übernimmt. Unter anderem ist Cortisol an folgenden Prozessen beteiligt:

  • Stoffwechselvorgängen wie dem Fettstoffwechsel, dem Proteinumsatz und dem Kohlenhydrathaushalt

  • Regulierung des Blutzuckerspiegels

  • Hemmung von Entzündungen

  • Modulierung des Immunsystems

  • Regulation des Blutdrucks


Was ist der Unterschied zwischen Cortsiol und Cortison?


Das vom menschlichen Körper produzierte Hormon bezeichnet man als Cortisol. Im Unterschied dazu wird der Begriff Cortison für pharmazeutisch hergestellte Medikamente verwendet. Die in der Medizin eingesetzten Cortsion Dosierungen übersteigen oft die körpereigene Ausschüttung um ein Vielfaches, um die entzündungshemmende und immununterdrückende Wirkung z.B. bei starken Entzündungen oder Rheuma zu nutzen. Die unnatürlich hohe Zuführung von Cortison hat allerings erhebliche Nebenwirkungen wie Aufgedunsenheit oder Bluthochdruck.



Cortisol und Stress


In allen Situationen, in denen der menschliche Körper unter Stress steht, wie zum Beispiel bei Erkrankungen, aber auch bei seelischen Problemen, schüttet der Körper Cortsiol aus und signalisiert, Energie in Form von Glukose bereitzustellen. Außerdem steigt der Blutdruck und Entzündungsreaktionen im Körper werden gehemmt.

Bei dauerhaftem Stress kann ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel jedoch zu gesundheitlichen Probleme führen. Mögliche Auswirkungen eines erhöhten Cortisolspiegels sind:

  • Herzerkrankungen

  • Bluthochdruck

  • Magenschleimhautentzündung

  • Gedächtnisverlust

  • Schlafstörungen

  • Übergewicht und Probleme beim Abnehmen

  • gestörte Regeneration


Cortisolmangel


In Folge von chronischem Stress und dauerhafter Cortisolausschüttung können die Nebennieren erschöpfen und eine Nebennierenschwäche mit folgenden Symptome hervorrufen:

  • Erschöpfung und Kraftlosigkeit

  • morgendliche lange Anlaufphase

  • Haarausfall

  • Schlafstörungen

  • Infektanfälligkeit

  • Gewichtsverlust

  • Schwindel

  • Verdauungsbeschwerden

  • niedrigen Blutdruck

  • Heißhunger auf Süßes oder Salziges


(Eine Nebennierenschwäche ist dabei nicht zu verwechseln mit Nebenniereninsuffizienz-Morbus Addison).



Diagnostik


Der Cortisolspiegel kann mit einer Reihe von Tests im Speichel, Blut oder Urin gemessen werden. Morgens ist der Cortisolspiegel am höchsten - im Tagesverlauf sinkt er, daher sollten mehrere Werte in Form eines Tagesprofils entnommen werden. Der Bluttest wird in der Regel vom Hausarzt oder Endokrinologen vorgenommen, einen Speicheltest kann man dagegen zuhause durchführen.




Balance für den Cortisolspiegel

  1. ausgewogene Ernährung: die richtige Ernährung ist bei Nebennierenschwäche essenziell. Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel sowie Alkohol und Koffein sollten vermieden werden. Die Nebennieren benötigen Omega 3 Fettsäuren, Vitamin B5, Vitamin C, Magnesium und Aminosäuren, um sich zu erholen.

  2. Stressfaktoren minimieren: Stress ist der größte Räuber im Hormonsystem, daher sind kleine Pausen und Entspannung zwischendurch so wichtig. Empfehlenswert sind zum Beispiel autogenes Training, Meditation und Spaziergänge in der Natur

  3. ausreichend Schlaf: dient dem Organismus zur Regneration

  4. natürliche Hormontherapie: Medikamente nach ärztlicher Verordnung können unterstützend wiken


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